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Als sich Sandro Wegmann im vergangenen Juli an den Freiluft-Schweizer-Meisterschaften für
den Final über 800 Meter qualifizierte, hatte er noch die Rolle eines Aussenseiters inne.
Mit einem beherzten Angriff lag er damals bis zu Beginn der Zielgerade auf Medaillenkurs,
ehe er noch auf den sechsten Rang zurückfiel.

Acht Monate später ging für den 24-Jährigen nun der Traum vom nationalen Edelmetall in Erfüllung.
Obwohl Wegmann auf Grund der nicht vollständig anwesenden Schweizer Spitze im Vorfeld als
Medaillenanwärter gehandelt wurde, kam der Erfolg für ihn noch überraschender als sein Exploit
im vergangenen Juli: "Da ich bis anhin nur wenige schnelle Trainings absolviert habe und Ende Januar
krankheitshalber eine längere Pause einschalten musste, hätte ich nicht gedacht, dass ich bereits
so früh in so guter Form bin", erklärt der Ustermer.
Portrait Sandro Wegmann
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Überrascht ist Wegmann vor allem von seiner Zeit: Mit 1:51,35 Minuten blieb er nur wenige
Hundertstelsekunden über seiner eigenen, im Freien gelaufenen Bestzeit aus dem vergangenen Jahr.
Starker Finish
Überzeugend war dabei einmal mehr sein Finish: Nach 400 Metern hatte er noch an fünfter Stelle gelegen -
mit deutlichem Abstand zur Spitze, wo sich Christian Niederberger vom LC Zürich auf Limitenjagd für
die Hallen-WM befand.
Auch der Dübendorfer Rolf Stebler, der schliesslich den guten fünften Rang belegte, lief zu diesem
Zeitpunkt noch vor Wegmann. "Auf der letzten von vier Runden befand ich mich plötzlich an dritter
Stelle und wusste, dass ich nun die letzten Kraftreserven mobilisieren musste, um meinen Platz zu
verteidigen", schildert Wegmann den Rennverlauf. Nur gerade 27 Sekunden benötigte er für die letzten
200 Meter. Wenig fehlte, und es hätte sogar noch zu mehr als Bronze gereicht. Über seine Klassierung
und seine Zeit ist Wegmann aber überglücklich. Er weiss, dieser Saisoneinstand lässt für die
Freiluftsaison einiges erhoffen.
Erschienen am Dienstag, 28. Februar 2006
© "Der Zürcher Oberländer" / "Anzeiger von Uster"
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