Pressebericht von Ueli  


Rund 200 Läufer am Ustermer Waldlauf -
Schülerteamwertung besonders erfolgreich


Kontinuität als Erfolgsrezept




  Frey




(1.11.2007).   Der Ustermer Waldlauf setzt auf Kontinuität und behauptet sich als kleine, aber feine Laufsportveranstaltung mit Charme.

Seit einigen Jahren halten sich die Teilnehmerzahlen am Ustermer Waldlauf hartnäckig auf einem konstant tiefen Niveau. Der kleine Volkslauf, der heuer zum 22. Mal durchgeführt wurde, spürt vor allem die Konkurrenz von kommerziellen, stetig wachsenden Laufveranstaltungen, wie zum Beispiel dem Greifenseelauf. Mit knapp 200 Teilnehmern zeigte sich das Organisationskomitee vom Leichtathletikclub Uster in diesem Jahr aber zufrieden. «Vor allem bei den Schülerkategorien fielen die Teilnehmerzahlen höher aus als im letzten Jahr», bemerkte Marco Eggs vom Waldlauf-OK. Sehr erfolgreich sei die Schülerteamwertung gewesen. 18 Dreierteams wurden klassiert.

Walkingkategorie enttäuschte

Die in diesem Jahr neu eingeführte Walkingkategorie blieb mit lediglich zwei angetretenen Walkerinnen unter den Erwartungen. Dorette Denoth, die Walkingkurse anbietet, war eine der zwei Teilnehmerinnen. Sie ist der Meinung, dass diese Kategorie durchaus Zukunftsperspektiven hat. Man müsse aber grundsätzlich die Rolle einer Walkingkategorie an einem Volkslauf überdenken.

Denoth könnte sich zum Beispiel vorstellen, im Rahmen eines Workshops künftig auch die technischen Aspekte des Nordic Walkings in die Walkingkategorie am Waldlauf einfliessen zu lassen.

Zwei Grundpfeiler

Das Erfolgsrezept des Waldlaufs sind nicht markante Neuerungen und regelmässige Umbrüche. Die Kontinuität verleiht dem kleinen Anlass seinen unverkennbaren Charme.
Die Laufsportveranstaltung wird seit ihrer Geburtsstunde vor über 20 Jahren auf zwei Grundpfeilern aufgebaut: dem Differenzplausch und dem Tagesklassement. Beim Differenzplausch muss eine Runde gelaufen werden. Für die Klassierung ist für einmal nicht die Zeit selber entscheidend, sondern der im Vorfeld geschätzte zeitliche Abstand zu einem Vorgabeläufer. Der Vorgabeläufer Rubén Oliver (TV Oerlikon), dreimaliger Züri-Lauf-Cup-Sieger, lief die anspruchsvolle Kilometerrunde am vergangenen Samstag knapp unter drei Minuten. Die im Vergleich zu anderen Jahren sehr geringen Differenzen in der Rangliste zeigen, dass der bekannte Läufer Oliver gut eingeschätzt werden kann. Dies im Unterschied zu prominenten Vorgabeläufern, beispielsweise aus der Politik.

Zwei Stadträte am Start

Die Idee des Tagesklassements ist es, ein Gefäss zu schaffen, mit dem die Leistung der Jüngsten mit der Leistung der Spitzenläufer in der Hauptklasse und der Senioren verglichen werden kann. Gewertet wird der Rundendurchschnitt. Für den Ausgleich der Altersdifferenzen sorgen die je nach Kategorie unterschiedlichen Streckenlängen. Bei den Frauen gewann mit Vicky Bourtzakis (Lufingen) eine neunjährige Schülerin die Tageswertung, bei den Männern mit Peter Peter (Männedorf) ein erfahrener Senior.

Das Rennen der Hauptklasse wurde von Corinne Aeschbacher (Uster) und Florian Wagner (Zürich) gewonnen. Nachdem Stadtpräsident Martin Bornhauser im letzten Jahr Vorgabeläufer beim Differenzplausch gewesen war, hat sich der Waldlauf im Stadtrat wohl schon als Geheimtipp etabliert. Die beiden Stadträte Esther Rickenbacher (SP) und Thomas Kübler (FDP) standen am diesjährigen Waldlauf am Start und liefen nach acht Runden gemeinsam ins Ziel.

©  «Der Zürcher Oberländer» / «Anzeiger von Uster»


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