In einer Pendelstafette massen sich 1.- bis 6.-Klässler und versuchten den Titel "Di schnällscht
Uschtermer Schuelklass" zu erobern. 111 Teams nahmen am Anlass auf dem Buchholz-Areal teil.
Während die Teilnehmerzahlen beim Einzelwettkampf "De schnällscht Uschtermer" seit einigen Jahren
stark rückläufig sind, verharren sie beim Teamwettkampf "Di schnällscht Uschtermer Schuelklass"
auf konstant hohem Niveau. In diesem Jahr nahm die Schnapszahl von 111 Teams an diesem vom
Leichtathletik-Club Uster organisierten Schülerevent teil. Die grösste Beteiligung verzeichneten
die Viertkläss-ler mit 26 Teams. Da jedes Team aus sechs Mannschaftsmitgliedern besteht, von denen
mindestens zwei Mädchen sein müssen, sprinteten 666 Schüler bei idealen Wetterbedingungen über
den Tartan des Ustermer Buchholz-Areals.
Handling des Stabes entscheidend
Zu absolvieren galt es eine Pendelstafette, wobei jedes Teammitglied zweimal eine Distanz von
40 Metern zurücklegen musste. Als grosse Herausforderung erwies sich das richtige Handling des
Stabes. Es zeigte sich schnell, dass die schnellsten Beine nichts nützen, wenn die Übergaben
nicht funktionieren. Die meisten Mann- schaften hatten die Pendelstafette zwar bereits einige Male
in der Turnstunde geprobt, im Eifer des Gefechts war dann aber das eine oder andere Missgeschick
nicht zu vermeiden.
So entschied oftmals der Staffelstab über Sieg und Niederlage und ob man sich über die Vor- und
Zwischenläufe für den Final qualifizieren konnte.
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Die Rennen folgten sich Schlag auf Schlag, und
zwischen dem eigenen Einsatz und dem Anfeuern von Geschwi- stern und Kollegen blieb kaum noch eine
Verschnauf- pause. Doch die Stimmung war dadurch einmalig, und das Buchholz verwandelte sich für
zwei Stunden in einen Hexenkessel.
Einige Klassen stellten sogar eine zweite Mannschaft und vergrösserten so ihre Chancen, auch bei
einem Missgeschick noch eine Runde weiterzukommen. Während die Vor- und Zwischenläufe auf dem
Innenplatz ausgetragen wurden, fanden die Finalläufe auf der Zielgeraden der 400-Meter-Bahn statt.
Begehrter Wanderpokal
Hier konnten nur noch die drei besten Mannschaften pro Klassenstufe antreten. Die Karten wurden
noch einmal neu gemischt, und die schnellste Mannschaft des Zwischenlaufes stand nur bei den
Drittklässlern auch am Schluss ganz zuoberst. Spannend und hart umkämpft waren aber alle Finalläufe.
Nicht nur die Eltern fieberten mit ihrem Nachwuchs mit, sondern auch den Lehrer- innen und Lehrern
der jeweiligen Klassen war die Anspannung deutlich anzumerken. Der Wanderpokal, den es zu gewinnen
gab, macht sich schliesslich in jedem Klassenzimmer gut.
Kreative Mannschaftsnamen
Einen Preis hätte man aber auch für den kreativsten Mannschaftsnamen vergeben können. In dieser
Kategorie hätten "die schnellsten Schnuller" vielleicht um den Sieg mitreden können, nachdem sie
im Zwischen- lauf trotz einem starken Team etwas unglücklich ausgeschieden waren.
Hoch im Kurs standen aber vor allem Namen, die auf irgendeine Weise mit Geschwindigkeit in
Verbindung gebracht werden konnten, wie Gepard, Blitz oder Pfeil. Doch dass der Name nicht viel
über die wahre Stärke eines Teams aussagte, bewies "T'Schnäggeposcht" mit ihrem Sieg bei den
Sechstklässlern.
Erschienen am Montag, 12. Juni 2006
© "Der Zürcher Oberländer" / "Anzeiger von Uster"
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