Pressebericht von Adrian


Sechsmal wurde am Freitag der Titel
"Di schnällscht Uschtermer Schuelklass" vergeben


666 Läufer in Usters Hexenkessel




 Kammer




In einer Pendelstafette massen sich 1.- bis 6.-Klässler und versuchten den Titel "Di schnällscht Uschtermer Schuelklass" zu erobern. 111 Teams nahmen am Anlass auf dem Buchholz-Areal teil.


Während die Teilnehmerzahlen beim Einzelwettkampf "De schnällscht Uschtermer" seit einigen Jahren stark rückläufig sind, verharren sie beim Teamwettkampf "Di schnällscht Uschtermer Schuelklass" auf konstant hohem Niveau. In diesem Jahr nahm die Schnapszahl von 111 Teams an diesem vom Leichtathletik-Club Uster organisierten Schülerevent teil. Die grösste Beteiligung verzeichneten die Viertkläss-ler mit 26 Teams. Da jedes Team aus sechs Mannschaftsmitgliedern besteht, von denen mindestens zwei Mädchen sein müssen, sprinteten 666 Schüler bei idealen Wetterbedingungen über den Tartan des Ustermer Buchholz-Areals.

Handling des Stabes entscheidend

Zu absolvieren galt es eine Pendelstafette, wobei jedes Teammitglied zweimal eine Distanz von 40 Metern zurücklegen musste. Als grosse Herausforderung erwies sich das richtige Handling des Stabes. Es zeigte sich schnell, dass die schnellsten Beine nichts nützen, wenn die Übergaben nicht funktionieren. Die meisten Mann-
schaften hatten die Pendelstafette zwar bereits einige Male in der Turnstunde geprobt, im Eifer des Gefechts war dann aber das eine oder andere Missgeschick nicht zu vermeiden.

So entschied oftmals der Staffelstab über Sieg und Niederlage und ob man sich über die Vor- und Zwischenläufe für den Final qualifizieren konnte.
Die Rennen folgten sich Schlag auf Schlag, und zwischen dem eigenen Einsatz und dem Anfeuern von Geschwi-
stern und Kollegen blieb kaum noch eine Verschnauf-
pause. Doch die Stimmung war dadurch einmalig, und das Buchholz verwandelte sich für zwei Stunden in einen Hexenkessel. Einige Klassen stellten sogar eine zweite Mannschaft und vergrösserten so ihre Chancen, auch bei einem Missgeschick noch eine Runde weiterzukommen. Während die Vor- und Zwischenläufe auf dem Innenplatz ausgetragen wurden, fanden die Finalläufe auf der Zielgeraden der 400-Meter-Bahn statt.

Begehrter Wanderpokal

Hier konnten nur noch die drei besten Mannschaften pro Klassenstufe antreten. Die Karten wurden noch einmal neu gemischt, und die schnellste Mannschaft des Zwischenlaufes stand nur bei den Drittklässlern auch am Schluss ganz zuoberst. Spannend und hart umkämpft waren aber alle Finalläufe. Nicht nur die Eltern fieberten mit ihrem Nachwuchs mit, sondern auch den Lehrer-
innen und Lehrern der jeweiligen Klassen war die Anspannung deutlich anzumerken. Der Wanderpokal, den es zu gewinnen gab, macht sich schliesslich in jedem Klassenzimmer gut.

Kreative Mannschaftsnamen

Einen Preis hätte man aber auch für den kreativsten Mannschaftsnamen vergeben können. In dieser Kategorie hätten "die schnellsten Schnuller" vielleicht um den Sieg mitreden können, nachdem sie im Zwischen-
lauf trotz einem starken Team etwas unglücklich ausgeschieden waren. Hoch im Kurs standen aber vor allem Namen, die auf irgendeine Weise mit Geschwindigkeit in Verbindung gebracht werden konnten, wie Gepard, Blitz oder Pfeil. Doch dass der Name nicht viel über die wahre Stärke eines Teams aussagte, bewies "T'Schnäggeposcht" mit ihrem Sieg bei den Sechstklässlern.

Erschienen am Montag, 12. Juni 2006
©  "Der Zürcher Oberländer" / "Anzeiger von Uster"



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