avobis
TSV 62 Prenzlau
06.10.2019

Tadesse Abraham toller WM-Neunter

abraham-tadesse-doha-2019

«Langsam starten und auf den letzten Kilometern die ausgeschiedenen Läufer überholen» umschrieb Tadesse Abraham seine Taktik für den WM-Marathon am Vortag des Wettkampfes.

Als dann am Samstagabend um 23:59 Uhr der Startschuss zum Rennen über die sechs Runden fällt, versteckt er sich deshalb taktisch klug im Feld, das mit Weltklasse-Läufer wie Mosinet Gemerew (ETH, PB: 2:02.55, viertschnellster Marathonläufer aller Zeiten), Geoffrey Kirui (KEN, PB: 2:06.27, Weltmeister 2017), Stephen Kiprotich (UGA, PB: 2:06.33, ehemaliger Olympiasieger und Weltmeister), Lelisa Desisa (ETH, PB: 2:04.45, ehemaliger Vizeweltmeister), Amos Kiprutto (KEN, PB: 2:05.43) und Zersenay Tadese (ERI, ehemaliger Weltrekordhalter Halbmarathon) sehr stark besetzt ist.

Als der Wettkampf um Rennhälfte so richtig lanciert wird, geht Tade folglich nicht mit der Spitzengruppe mit. Mit starken Schlusskilometern kann er sich schliesslich noch wie geplant Rang um Rang vorarbeiten und kommt nach 2:11.58 Std. und einem Rückstand von 78 Sekunden als toller Neunter und hinter dem viertplatzierten Briten Hawkings als zweitbester Europäer ins Ziel.

Nach seinem zweiten Platz an der Marathon-EM in Berlin, dem siebten Platz am Olympia-Marathon in Rio, hat der Halbmarathon-Europameister von 2016 damit einmal mehr gezeigt, dass er zur Weltspitze gehört. Herzliche Gratulation, Tade! [chmarq]

Bildquelle: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott