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TSV 62 Prenzlau
Fitnessplus
11.09.2017

SM-Bronze für Lilly Nägeli in Winterthur!

In meiner Vorschau auf die kommenden Meetings habe ich davon geschrieben, dass fünf Athlet/Innen des Nachwuchses sich für die SM U16/U18 qualifiziert hatten. Diese fünf waren Katelyn Adel, Lilly Nägeli, Catia Gubelmann, Neil Stern und Seya Gull.

Für die einen war es die erste Teilnahme an einer SM, andere hatten schon etwas mehr Erfahrung mit Wettkämpfen auf diesem Niveau. Wie in unserer Sportart üblich, spielen äussere Faktoren auch immer eine entscheidende Rolle. Wer sich vor allem den vergangenen Samstag in Erinnerung ruft, weiss wovon ich spreche. Das Wetter war miserabel! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es war also von vornherein klar, dass gute Leistungen vor allem eine Kopfsache sein würden.

Fangen wir mit den Herren der Schöpfung an. Seya und Neil wurden über die 300mH in die gleiche Serie eingeteilt. Die Ausgangslage war für beide ähnlich. Es konnte für sie nur darum gehen möglichst an ihre Bestzeiten heranzulaufen. Die Sache ist schnell erzählt. Seya kam überhaupt nicht in die Gänge und fand nie einen Rhythmus ja musste sogar froh sein, dass das Zwicken im Oberschenkel nicht schlimmer wurde. Schwamm drüber! Seya ist um eine Erfahrung reicher. Bei Neil sah es ein wenig besser aus. Er teilte seinen Lauf gut ein und bestätigte die Qualilimite deutlich (43.01). Für ein Weiterkommen reichte es allerdings ebenfalls nicht.

Kommen wir zu den Damen. Wenn Hochspringer etwas gar nicht mögen, dann sind es eisige Temperaturen und Dauerregen. Es waren also nicht gerade ideale Bedingungen für Katelyn ihren zweiten Hochsprungwettkampf nach ihrer Verletzung in Angriff zu nehmen. Bis auf eine oder vielleicht zwei Springerinnen des gesamten Feldes hatten alle enorme Probleme in den Wettkampf zu kommen. Leider traf das auch auf Katelyn zu. Sie übersprang 1.50m im 2. Versuch danach war Schluss. Wer einen Blick auf die Rangliste wirft, sieht  dass es dem halben Feld genauso erging. Dennoch hat Katelyn sich gegenüber ihrem ersten Wettkampf verbessert und wird dies sicher auch noch weiter tun in den kommenden Meetings.

Dann zu den Läuferinnen Catia und Lilly. Für Catia und das Feld der Sprinterinnen waren die Bedingungen ebenfalls grenzwertig. Catia liebt zwar Gegenwind aber bei bis zu  4.0m/sec ist das wohl etwas des Guten zu viel. Die eisigen Temperaturen, die böigen Winde und Dauerregen waren keine guten Voraussetzung, Bestzeiten zu laufen. Und doch! Catia lief ihren Vorlauf in 12.77 sec nur 12 Hundertstel über ihrer PB und qualifizierte sich für den HF. Dort war dann mit Rang 6 und 12.88 Endstation. Gesamtrang 14. Catia war zufrieden und hatte ihr Ziel erreicht. Sie hatte Zuversicht getankt für den 200er am Sonntag.

Lilly Nägeli und ihre Konkurrentinnen über die eineinhalb Bahnrunden waren wohl diejenige Kategorie von Athletinnen für die das Wetter nicht eine so entscheidende Rolle spielte. Beim warm up wirkte Lilly ruhig, mit steigender Nervosität zwar aber konzentriert. Sie wurde in die erste Serie eingeteilt.  Ein paar aufmunternde Worte vor dem Start, dann ging es los. Der Startschuss fiel und Lilly wurde fast bis ganz nach hinten durchgereicht. Läuferinnen stürzten, es wurde heftig gerempelt. Au weia. Man musste befürchten, dass Lilly „Schaden nimmt“. Aber sie blieb ruhig, behauptete sich und fing auf der Gegengeraden an, das Feld aufzurollen. Auf der Zielgeraden hatte sie nur noch eine Konkurrentin vor sich, die ihr Tempo aber nicht heimbringen konnte und so lief Lilly mit bester Vorlaufzeit in den Final! Sie hatte also ein Zeichen gesetzt!

Dann kam der Sonntag. Zum Glück hatte Petrus ein Einsehen. Es war zwar anfänglich immer noch frisch (zu frisch für schnelle Zeiten) aber wenigstens trocken. Am Nachmittag dann schien sogar die Sonne. Sowohl Catia wie auch Lilly gingen zuversichtlich an den Start. Catia erlief sich in ihrem Vorlauf den 2. Rang und die Teilnahme am B-Final! Dort wurde sie dann Dritte und somit Gesamt 11. Ein hervorragendes Resultat! Wenn man berücksichtigt, dass Catia zum jüngeren U18 Jg gehört…..ihre Zukunft sieht rosig aus…

Um 13.00 Uhr fiel dann der Startschuss für den 600er Final für Lilly. Würde sie die am Vortag noch besprochenen Punkte umsetzen können? Wie aus dem Titel ja zu entnehmen ist, sie hat es gepackt und das obwohl der Start erneut nicht gelang! Aber sie wusste und war selbstsicher genug, dass sie noch zusetzen konnte und das hat sie dann auch getan. Wieder griff sie auf der Gegengeraden an und erlief sich so das wohlverdiente Edelmetall! Sie setzte der guten Ustermer Delegation die Krone auf!

Gut gemacht alle zusammen!! Seid stolz auf Eure Leistungen!

Es grüsst Euch

Ferry